Chaos-Darmstadt

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(edit)

ePA ganz groß in DA

Lebt man danach, daß man zuerst vor seiner eigenen Tür kehren sollte, dann hat das Chaos Darmstadt einen dicken Batzen zu bearbeiten. Denn eines der Hauptsorgenkinder des CCC (siehe CCC und ePass ) ist an der Darmstädter TU groß vertreten: der elektronische Personalausweis, kurz ePA (siehe Presseerklärung ePerso-Anwendungen, TUD auf der CeBit ). Tatsächlich hat man dieses kleine Authentifikationtoken nun, weiß aber noch nicht so recht, was man damit anfangen kann. Schaut man sich die Ideen aus der Presseerklärung an, dann laufen alle Ideen auf ein einfaches "elektronisch Authentifizieren" hinaus.

Und die Diskussion über das Ding ist nicht ganz trivial, denn was ist per se erstmal wirklich schlecht an einem wirklich sicheren kryptographischen Schlüssel zur Authentifikation? Und wenn man seinen Fingerabdruck nicht abgeben muss ändert sich vielleicht auch nicht viel, oder? Es sei denn das ganze ist wieder nur Teil einer Salamischeibentaktik mittels derer die Akzeptanzschwelle langsam aber sicher immer weiter ausgedehnt wird. Denn, lohnt es sich für uns noch gegen Fingerabdrücke auf dem ePA zu argumentieren, wenn sie auf dem ePass schon lange Pflicht sind? (Und wenn man zum Beispiel keine Konferenz in den USA besuchen kann ohne seine Fingerabdrücke loszuwerden?) Zumindest scheint keine der Anwendungen aus obiger Presseerklärung auf die Fingerabdrücke zurückzugreifen. Das könnte aus der freiwilligen Erfassung nämlich schnell eine zwingende machen, wenn eine benötigte Anwendung diese nämlich verlangt.

Letzteres Argument muss einen dann schnell dazu bringen, daß es eigentlich keine freiwillige Erfassung der Fingerabdrücke geben kann. Denn entweder gibt es keine Anwendungen für die Fingerabdrücke, dann werden sie auch nicht benötigt. Oder, es gibt Anwendungen, und vielleicht auch nur für einen Teil der Bundesbürger, dann, ist es zumindest für diese zwingend. Für diese Bürger, oder auch alle, die nicht ausschließen können diese Anwendung innerhalb der Gültigkeit des ePA verwenden zu wollen. Der Ausweg wäre wiederum ein Gesetz, daß regelt, daß die Verwendung der Fingerabdücke des ePA keinen Ausschluß zur Folge haben darf, sondern maximal eine Komfortfunktion gegenüber der fingerabdrucklosen Anwendung darstellt. Gibt es aber meines Wissens nach nicht sowas.

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