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Besuch in Sublab (Leipzig)

Ich war im Sublab in Leipzig. Und auch wenn der Zeitpunkt meines Besuches denkbar ungünstig war - die Heizung funktioniert noch nicht, und alles wird aktuell umgebaut - lässt sich doch sehen wie ein Überangebot an leeren Fabrikhallen Innovation fördert.

Ich war im Sublab in Leipzig. Und auch wenn der Zeitpunkt meines Besuches denkbar ungünstig war - die Heizung funktioniert noch nicht, und alles wird aktuell umgebaut - lässt sich doch sehen wie ein Überangebot an leeren Fabrikhallen Innovation fördert. Aber, zur Sache.

Das Sublab befindet sich im Westwerk einer ehemaligen <XXX>-Fabrik im Ortsteil Plagwitz, in Leipzig. Plagwitz war zu der Zeit als Industriehallen aus Backsteinen gebaut wurden eine großes Industriegebiet. Heute, wo einem solche Bauten als architektonische Schätze erscheinen und der Osten dieser Republik allgemein diese Hallen nicht mit ausreichend Industrie füllen kann, bieten diese Gebiete beste Chancen günstigen Raum für Projekte, Startups und andere Unternehmungen mit schmalem Budget zu finden. Man kann darüber diskutieren ob "Hacken" eher ethische oder ästhetische Bedeutung hat, ungeachtet dessen, fühlt sich ein HackSpace zwischen Keramikern und Künstlern in einer alten Fabriketage einfach richtig an. Das der Vermieter mit dem Sublab dann auch noch die richtige Organisation gefunden hat um die alte Uhr an der Aussenfassade zu betreuen ist vielleicht nur ein zufälliges Zusammentreffen, zeigt aber exemplarisch wie Dinge ineinandergreifen können.

Aktuell ist das Labor noch eine wüste Stätte von Kabelschächten, Holzverkleidung und Sofas, aber die wichtigen Elemente treten sofort auf einen zu und führen einen durch den Raum. Nicht zuletzt auch in der Darmstädter Diskussion um einen Raum zum Hacken, darf man nicht vergessen, dass der wichtigste Punkt eben nicht der Ort ist an dem man sich trifft, sondern die Menschen die ihn füllen. Davon gab es dann an diesem Sonntag nicht allzuviel, die üblichen Verdächtigen (in diesem Falle fünf) würden sich an dem Ort vermutlich verlieren, wenn sie nicht intensiv damit beschäftigt wären zu installieren und zu werkeln und damit dann auch raumgreifend die ganze Etage mit ihrer Anwesenheit zu füllen. Tatächlich fällt es nicht schwer sich vorzustellen wie dieser Ort 20, oder auch 50 Leuten eine Arbeits- und Begegnungsstätte bieten kann. (Das sind auch wohl so grob die Zahlen der Menschen, die sich hier normalerweise aufhalten.)

Anwesenheit und Öffnung des Sublab werden über einen Jabber-Account und entsprechende MUC geregelt, dadurch kann man recht fix feststellen ob irgendwer im Raum ist, so, dass man auch vorbeischauen kann, wenn man über keinen eigenen Türöffner verfügt. Auch relativ spontane Zusammenkünfte der gehosteten Projekte sind so öfter Möglich. Das ganze lebt und stirbt aber natürlich mit den Menschen die vorbeikommen. Gleich zur Einführung ist mir der Effekt des Vorbeischau-Schwellwertes erläutert worden. Es dauert wohl relativ lange, bis sich ein erster findet, der sich auf den Weg ins Sublab macht, aber sobald einer sich auf den Weg gemacht hat kommen meist auch andere vorbei. Mangels Erfahrung kann ich das natürlich nicht mit Darmstadt vergleichen.

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