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[geeksports] Bahnfahrenlassen

Deadlocks und Synchonisationsmethoden in der Praxis. Wer diesen integralen Bestandteil der Betriebssystemerei mag, der muß die Gelegenheit in einem Test- und Ausbildungsraum für Fahrdienstleitung beim Schopfe greifen. Tatsächlich bekommt der Begriff "kritischer Abschnitt" in der Anwendung "Bahn" eine sehr handfeste Bedeutung. Die Komplexität wird erst durch die recht geringe Datenbreite (ein Zug) reduziert um dann durch ein riesiges, (meist) planares Netz von wechselseitigen Abhängigkeiten wieder nach oben getrieben zu werden. Klar ist: wer seine Gleise im Bahnhof nicht kennt, hat probleme damit "a4" zu schalten.

Damit wäre man dann vollends in einer Welt mit eigener Sprache und, für Informatiker, seltsam bekannt vorkommenden Konzepten angekommen. In Darmstadt gibt es eine Anlage die sich wie der feuchte Traum eines Modeleisenbahnenthusiasten ausmacht, ein Haus aus Gleisen, Weichen und echten Stellwerkselementen die das ganze Steuern. Hier werden keine Loks mittels eines kleinen Potis in Fahrt versetzt, fahren tun die Loks von alleine, wenn man die Fahrwege entsprechend eingestellt hat. Zum Einstellen gibt es Stellwerke aus den verschiedensten Epochen, vom mechanischen Weichenhebel bis zum Gui-basierten, alles wird vollfunktional auf die Modelle übertragen.

Modelleisenbahnen finde ich wohl immer noch langweilig, aber die Kommunikationsinfrastruktur hinter einer Bahnfahrt ist schon ziemlich spannend. Dabei die Entwicklung von frühesten Systemen zur Computersteuerung direkt erfahren zu können ist, neben der Einführung in die Bahn-Sprache, ziemlich witzig.

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