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Das war's: die neunten MetaRheinMain ChaosDays sind vorbei.

Von technischen, kryptographischen, philosophischen sowie politischen Vorträgen, über gute Stimmung, laute Musik, coole Leute, gutes Bier und interessanten Konversationen gab es auf den 9. MRMCDs eigentlich alles. Und nun ist's auch schon wieder vorbei.

Eine Woche vor der Veranstaltung drohte dem Ganzen noch einmal kurz das Aus: das Kommittee für Lernraumerhaltung von der Informatiker-Fachschaft war der Meinung, daß wir mit unserer Wochenend-Veranstaltung, die ja im Informatiker-Gebäude der TU Darmstadt stattfindet, die hiesigen Studenten am Lernen hindern. Das Mißverständnis konnte jedoch schnell aufgeklärt werden, als wir die Leute von der Fachschaft darauf hinwiesen, daß die Lernräume am Wochenende sowieso für Studenten nicht zugänglich sind.

Recht flüssig lief sodann der Aufbau am Freitag Nachmittag; inzwischen zeigt sich bei dem Ganzen schon etwas Routine. Die ersten Besucher kamen ebenfalls schon am Nachmittag und halfen kräftig beim Aufbau mit. Freitag Abend - zu Beginn der Veranstaltung - war fast alles da: Infotresen, Verpflegung, Bierzapfanlage, Chill-Zelt, Musik und sogar Discjockeys. Für die Eröffnungsveranstaltung fand sich drei Minuten vor deren Beginn ein Redner. Für die nicht gerade lange Vorbereitungszeit machte er seinen Job sehr gut. :-)

Das Programmkonzept haben wir dieses Jahr etwas geändert: weniger Vorträge, dafür in hoher Qualität. Trotzdem liefen meist zwei bis drei Vorträge parallel, sodaß einem die Qual der Wahl, welchen Vortrag man sich anhörte, oftmals nicht erspart blieb, zumal die Aufzeichnungstechnik dieses Jahr leider nicht funktionierte: Eine Stunde nach Beginn der MRMCDs verabschiedete sich der Streamingserver der Multimediagruppe der TU und damit jede Chance, die Vorträge mit der Hörsaaltechnik - wie ursprünglich geplant - aufzuzeichnen. Wir haben als Notlösung einzelne Vorträge - unter anderem die Keynote - mit eigenen Kameras aufgezeichnet und werden diese demnächst zum Download bereitstellen.

Einige interessante Vorträge konnten wir leider nicht aufzeichnen, darunter beispielsweise Fauls Kryptographie-Vortrag mit dem Thema "Cryptography beyond Encryption and Signatures". In diesem Vortrag wurden auf anschauliche und leicht verständliche Weise Anwendungsgebiete moderner Kryptographie vorgestellt, mit denen man im Alltag nicht so unmittelbar in Berührung kommt. So ging es unter anderem um Secret Sharing - eine Methode, einen Schlüssel sicher auf mehrere Personen aufzuteilen, und um Private Information Retrieval - dabei geht es darum, Daten an einen Anfrager auszuliefern, ohne daß man weiß, welche Daten man ausliefert - ein Verfahren, mit dem zumindest in der Theorie die Privatsphäre der Nutzer von beispielsweise Suchmaschinen deutlich erhöht werden könnte. Zum Schluß - um circa null Uhr fünfzehn - gab es dann noch eine Übersicht über Quantencomputer-Algorithmen.

In einem weiteren, nicht aufgezeichneten Vortrag stellte Lexi "Das dreckige (halbe) Dutzend" vor - ein paar kleine Projekte, die er im Laufe der Zeit begonnen, aber nie zu Ende geführt hatte. Hier ging es unter anderem um Data Mining, Automatisierung von langweiligen Aufgaben und generell alles, was man als Nerd mal anfängt aber nie zu Ende bringt.

Die Politik kam auch nicht zu kurz: Unicorn erörterte am Sonntag Nachmittag ein Großvorhaben des Deutschen Staates und anderer neugieriger Entitäten. Die Rede ist vom Zensus 2011, der großen, neuen Deutschen Volkszählung.

Die Veranstaltung endete mit einem Vortrag über Rocket Science, sowie dem obligatorischen Closing Event, das der Verfasser dieses Textes leider nicht mehr miterleben konnte. Anschließend begannen die Aufräumarbeiten - und natürlich die Planungen für die nächsten MRMCDs - ein Jubiläum: es werden bereits die zehnten MRMCDs sein.

Die Organisatoren möchten sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Besuchern, Referenten und allen Helfern bedanken. Cool, daß ihr da wart! :-)

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